Sportphysiotherapie
Laserbehandlung in der Sportphysiotherapie
Zurückhaltung durch geringe fachliche Akzeptanz und mangelnden Kenntnisstand der Therapeuten und durch den relativ hohen Anschaffungspreis der Geräte.
Der Begriff Laser ist ein Akronym und setzt sich aus »Light Amplification by stimulated Emission of Radiation« zusammen. Man versteht darunter eine Lichtverstärkung durch stimulierte Aussendung von Strahlen. Im Lasergerät wird Licht durch ein Medium (Kristall, Gasgemisch u.a.) geschickt. Das im Lasermedium erzeugte Licht wird mittels einer Sammellinse fokussiert.
Biologische Wirkung des Laserlichts
Das athermisch verstärkte, gebündelte, monochromatische Laserlicht (760 - 904 nm) kann als Biostimulator biochemische, bioelektrische und bioenergetische Prozesse auslösen, die therapeutisch genutzt werden können.
Die transkutane Penetration liegt zwischen wenigen Millimetern und 5 Zentimetern, was von der Leistung des Lasers und von der Gewebecharakteristik (Zelldichte, Gewebewasser- und Beschattungspikmentgehalt) abhängt.
Die analgetische Wirkung wird pathophysiologisch angenommen durch eine lokale Schmerzreduzierung infolge antiphlogistischer und antiödematöser Prozesse, durch eine Erhöhung der lokalen Schmerzrezeptorenschwelle mittels Senkung der Hypersensibilität des Neurons, die verbesserte Mikrozirkulation (Abfluß der Schmerztransmitter Serotonin, Bradykinin, Prostaglandin u.a.) und vermehrte Phagozytose der Schmerztransmitter sowie durch die Hemmung der zentralen Schmerzsignale infolge erhöhter Beta-Endorphinproduktion erreicht wird.
Antiphlogistische Wirkung erklärt man sich durch die erhöhte Phagozytoseaktivität (Anstieg der neutrophilen Leukozyten und Monozyten), die verminderte Prostaglandinsynthese, die Stimulierung der unspezifischen humoralen Abwehr (vermehrte Synthese von Lysozym und Interferon), die verbesserte Mikrozirkulation sowie durch die Stabilisierung des aeroben Gewebestoffwechsels.
Antiödematöse Wirkung basiert vorrangig auf der verbesserten Mikro- und Makrozirkulation (vasodilatorisch), der schnellen Regeneration der Lymphgefäße (beschleunigter Abfluß von Gewebeflüssigkeit) sowie der erhöhten Resorption.
Therapeutischer Einsatz
Auch in Verbindung mit Kryotherapie:
- Weichteilverletzungen (Kontusion, Hämatom, Ödem u.a.)
- Myogelosen/Muskelhartspann
- Tendopathien (Insertionstendopathie, Tendovaginitis, Achillodynie u.a.)
- Bursitiden
Die Lasertherapie eignet sich aber nicht nur zur Punkt- und Flächenbestrahlung, sondern es ist auch eine Laserakkupunktur möglich.
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