Inline Marathon

Google könyvjelzőTwitterFacebookDigg

Prof. Dr. med. Petra Platen

Dr. phil. Bettina Schaar

Wir bringen Sie sicher ins Rollen

In 111 Tagen zum Inline Marathon

Inline-Skating hat sich in den letzten Jahren von einer Fun-Sportart für Kids und Jugendliche in Richtung Fitness- Sportart für jedermann entwickelt. Das mit dem Inline-Skaten verbundene Verletzungsrisiko macht jedoch immer wieder Negativschlagzeilen. Die Verletzungsbreite reicht von leichten Hautabschürfungen bis zu komplizierten Frakturen und Schädel-Hirn-Traumen. Ein Grund für die Verletzungsträchtigkeit dieser Sport- und Fortbewegungsart dürfte darin liegen, daß selbst von relativ unerfahrenen SkaterInnen leicht Geschwindigkeiten zwischen 20 und 30 km/h erreicht werden. Leider ist das Bremsen offensichtlich technisch und motorisch anspruchsvoller als die Beschleunigung, so daß angemessene Bremstechniken häufig nicht verfügbar sind. Diese Konstellation muß zwangsläufig zu Stürzen und Verletzungen führen.

Einige Studien haben das Verletzungsmuster beim Inline-Skaten näher untersucht. Im Universitätskrankenhaus Hamburg-Eppendorf konnten in den Sommermonaten Juni/Juli 1996 bei 146 behandelten Sportverletzungen 20 % der Fälle auf Verletzungen beim Inline-Skating zurückgeführt werden (Hilgert et al. 1996). 35 % waren AnfängerInnen, 43 % beherrschten zumindest die Grundtechniken, 22 % waren aus dem »Aggressive« Bereich und bei 7 % entstanden die Verletzungen während des Inline-Hockey. Bei 49 % wurden Frakturen diagnostiziert, in 27 % der Fälle Prellungen oder Schürfungen, bei 16 % Kapsel- und Bandverletzungen. Auch ernste Schädelverletzungen insbesondere bei Kindern sind aufgetreten. 87 % der Verletzten wurden ambulant behandelt, 13 % stationär und 8 % operativ versorgt. Die meisten Verletzungen entstanden beim Sturz auf die ausgestreckten Arme, bei Freizeit-SkaterInnen fast immer als Folge eines Gleichgewichtsverlustes beim Bremsen. Die auf Grund der hohen Geschwindigkeiten auftretenden großen Kraftmomente erklären den hohen Anteil an Frakturen.

Ein insgesamt bestehendes unzureichendes Bremsvermögen von Inline-SkaterInnen hat eine Untersuchung von Jerosch et al. (1996) bestätigt. Von 500 befragten Personen verwendeten etwa die Hälfte die T- oder Drehtechnik zum Bremsen, 36 % setzten auch die Stopper ein, wobei 25 % versuchten, sich an Gegenständen festzuhalten. Lediglich 20 % kamen nach eigenen Angaben sofort zum Stehen. 39 % beherrschten das Bremsmanöver den eigenen Angaben nach sicher, 26 % waren beim Bremsen unsicher, schafften es aber meistens, 3 % konnten sogar überhaupt nicht bremsen. Als eine Ursache für das schlechte Bremsverhalten muß eine fehlende Schulung der Inline-Techniken angenommen werden: 92 % der Verletzten waren Autodidakten und haben nie systematisch die Techniken des Inline-Skaten erlernt.

Neben der mangelnden Bremstechnik spielt die häufig gar nicht oder nur unzureichend vorhandene Schutzausrüstung insbesondere für die Schwere auftretender Verletzungen bei Stürzen eine erhebliche Rolle. Die von Jerosch et al. (1996) befragten Inline-SkaterInnen gaben in 21 % der Fälle an, überhaupt keine Schutzkleidung zu tragen. Nur 19 % verwendeten die komplette Schutzkleidung, bestehen aus Helm, Ellenbogen-, Handgelenk-, und Knieprotektoren. Insgesamt fanden die Handgelenksprotektoren noch die meiste Akzeptanz, Knieschützer sowie Ellenbogenschützer wurden kaum getragen.

Diese und andere Untersuchungen belegen eindrucksvoll, daß für das Inline-Skaten als Freizeit - und vor allem als Gesundheitssportart zwei Aspekte unbedingt gefordert werden sollten:

1.            Es sollte grundsätzlich immer eine komplette Schutzausrüstung, bestehend aus Helm, Handgelenks-, Ellbogen- und Knieprotektoren, getragen werden

2.            Angepaßtes und sicheres Fahren sowie mindestens eine Bremstechnik sollten beherrscht werden.

Wenn eine optimale technische Ausführung des Inline-Skatings vorliegt, kann einerseits das Verletzungsrisiko minimiert und andererseits die Ausdauer erfolgreich trainiert werden. Auch im Kindes- und Jugendalter kann insbesondere die Koordination anhand eines methodisch strukturierten Inline-Trainings positiv beeinflußt werden. Der richtige und gezielte Einsatz trainingswissenschaftlicher Grundsätze ist hier Voraussetzung. Die vielfältigen Erfahrungen, die die Autorinnen in den letzten Jahren im Rahmen verschiedener Projekte zum Inline-Skating sammeln konnten, belegen, daß in allen Altersgruppen und auf den verschiedensten Leistungsniveaus adäquates und moderates Ausdauertraining mit Inline-Skates erfolgreich durchgeführt werden kann.

Tags: Inline | Marathon





 
 
German Dutch English French Italian Norwegian Spanish
Veranstaltungen
previous month Februar 2012 next month
So Mo Di Mi Do Fr Sa
week 5 1 2 3 4
week 6 5 6 7 8 9 10 11
week 7 12 13 14 15 16 17 18
week 8 19 20 21 22 23 24 25
week 9 26 27 28 29
Banner
Wer ist online
Wir haben 14 Gäste online
Benutzer : 31
Beiträge : 141
Weblinks : 13
Seitenaufrufe : 209815
Banner
Umfragen
Wer ist der größte Olympionike aller Zeiten?
 
Top 10:
Germany flag 50%Germany (8740)
Russian Federation flag 5%Russian Federation (830)
France flag 3%France (507)
Netherlands flag 3%Netherlands (439)
Austria flag 2%Austria (378)
Ukraine flag 2%Ukraine (332)
Switzerland flag 2%Switzerland (301)
Georgia flag 1%Georgia (92)
United Kingdom flag 0%United Kingdom (75)
Latvia flag 0%Latvia (62)
17413 Besucher von 97 Ländern