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Sport ist Lebensbildung

Geschrieben von: Dr.phil Klaus Balser | Drucken | E-Mail
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sport_ist_lebensbildungDas gesellschaftliche Bewusstsein für das Thema Bildung ist aktuell geschärft und gewinnt überall zunehmend an notwendiger Akzeptanz. In den Fokus rückt dabei auch die Frage, welche nachhaltigen Bildungspotentiale können die Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen für eine gelingende, selbst bestimmte Lebensgestaltung in sozialer Verantwortung unterstützen und fördern? Eine tragfähige Antwortrichtung bietet der Sport. Warum ist Sport Lebensbildung? Sport (gemeint ist Körperbildung, Bewegung, Spiel und Sport) bildet mit seinen Möglichkeiten für das Leben! Seine Erprobungs- und Erfahrungsmöglichkeiten entfalten individuelle Potentiale und Talente, Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten, Werte und Haltungen, die Jungen und Mädchen benötigen, um verfügbare Kompetenzen zu erwerben. Wenn Jungen und Mädchen mit den erworbenen und verfügbaren Kompetenzen alltägliche Herausforderungssituationen selbstständig bewältigen können, haben sie einen Bildungswert erzielt.


Sport bietet Bildungsgehalt, denn die Heranwachsenden können sich hier als Mensch selbst
kennenlernen und zeigen, was sie können, wer sie sind und was sie geben können, um damit zur
inneren Freiheit zu reifen und zu wachsen. Erst mit dieser Individualität wird der Blick für den
anderen, für andere Menschen frei.
Sport mit seiner Weite und Dichte hat Bildungspotentiale, weil er hilft, das Leben zu erproben, zu
deuten, zu strukturieren und zu verstehen, aber auch um Lebensprobleme zu bewältigen und
Gefühlsrückstände aufzuholen. Sport führt zu Erkenntnisgewinn beim Abtasten der Realität und
durch Umgang mit anderen Menschen und Objekten und damit zu neuem Bildungsgehalt. Sport
entfaltet seine Bildungswirksamkeit dadurch, dass die Innensicht eines Menschen nach außen
gekehrt wird. Sport entfaltet dann seinen Bildungswert, wenn er altersgemäß und entwicklungsgerecht
in freiwillig zu bewältigenden Herausforderungs-Arrangements angeboten wird. Sport
bildet dort, wo er eine sinngeleitete, freiwillige und erfahrungsorientierte Selbstgestaltungsform ist!
Die Selbstentfaltung der Individualität ist der höchste Zweck eines jeden Bildungsauftrags. Ein
Gelingen ist die Voraussetzung zur sozialen Verantwortung und zur gesellschaftlichen Teilhabe.
Darin zeigt sich eine verfügbare Bildungsqualität.
Damit viele Heranwachsende von dem Lebensort Sportverein mit seinen vor allem informellen
Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten und Bildungsgelegenheiten profitieren können, sollten wir
ihnen als verantwortliche Erziehende möglichst einen unkomplizierten Zugang bieten und sie als
Weg- und Lernbegleiter beraten, fördern und beim Entwickeln und Wachsen unterstützen.
Dr.phil Klaus Balser

Tags: Lebensbildung | Sport




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Samstag, 19. Mai 2012
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