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Kommentar - Es muss nicht immer Sport heißen
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Es muss nicht immer Sport heißen
Sport tut gut. Das ist wohl wahr.
Doch was denn Sport sei, darüber gibt es höchst unterschiedliche Ansichten:
Spitzensport, Schausport, Dopingsport. Zuschauersport, Breitensport, Behindertensport und vieles andere mehr.
Die diffuse Idee vom Sport wird bekanntlich stark von den Medien, vor allem vom Fernsehen, geprägt.
Doch mit dem eingeschränkten medialen Sport-Bild sind viele Bürger nicht einverstanden.
Denken wir etwa an viele ältere Menschen, die vom "Sporttreiben" verspäteter Jugendlicher wenig halten.
Sie wollen keinen Sport im landläufigen Sinn, sondern genießen Bewegungstherapie, Wassergymnastik, Spiele.
Sie wollen intuitiv zurück zum Ursprung, zur Bewegung oder körperlichen Aktivität.
Auch im Kindergarten muss es nicht immer Sport heißen, sondern das alte Wort Bewegungszeit wird wieder aktuell."

Es muss eben nicht alles und immer unter dem mitunter belasteten und widersprüchlichen Sportbegriff angeboten werden.
Das haben viele Vereine längst begriffen, indem sie unbeschwert auf Bewegung setzen, die Wurzel des Sports schlechthin.
Das hebt Zwiespältigkeiten nicht auf, aber es werden viele Menschen angesprochen, die sich Bewegung zutrauen, aber nicht den gängigen Sport.
Bewegung als eine andere Säule des Sports, als freie und offene Einladung an bisher Abseitsstehende,
als Chance, die wie viele beglückt erleben - über die körperliche Aktivität hinausgeht und auf Geist und Seele ausstrahlt.
Warum nicht?
Der organisierte Sport kann von einer Bewegungs-Bewegung ebenso profitieren wie Kinder, Behinderte, Menschen in Reha und Senioren,
denen Bewegung nachhaltig und spürbar gut tut.
Sport und Bewegung können sich in einer Koexistenz sinnvoll ergänzen.
Und welcher Begriff dabei im Vordergrund steht, ist weniger wichtig, die Wirkung auf den Einzelnen und die Gesellschaft entscheidet.
Dr.Hans-Dieter Krebs
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