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Nachbetrachtung der Paralympics in Peking
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Nihau Beijing - mit diesem Gruß auf unserer deutschen Fahne marschierten Uli Niepoth und ich während der Eröffnungsfeier am 06.09. ins Vogelnest ein. Die Begeisterung der Zuschauer war schier unglaublich und wurde auch in den chinesischen Medien als außerordentlich positiv beschrieben, mit dem Ergebnis, dass wir beide mit unserer Fahne am darauf folgenden Tag sämtliche Tageszeitungen und Internetseiten zierten. Dies war ein schöner Auftakt und die positiven Erlebnisse nahmen auch in den folgenden Tagen nicht ab.Die Organisation der Spiele war professionell und perfekt durchgeführt. Wir fühlten uns alle als willkommene Gäste, wir haben uns in Peking sehr wohl gefühlt! Im Athletendorf waren die Anlagen liebevoll mit Pagoden, Bachläufen und Grünflächen gestaltet. Es zählte sicher zu dem schönsten Dorf was es bisher gab. Aber nicht nur das äußere Bild war perfekt. Die Volunteers und sämtliche andere Helfer waren stets herzlich, fröhlich und freundlich ohne das es gespielt oder zwanghaft wirkte. Man merkte ihnen an, dass sie stolz waren mit uns gemeinsam die Spiele zu bestreiten. Nicht umsonst bezeichnete der IPC Präsident Sir Philip Craven die Paralympics in Peking als die großartigsten aller Zeiten.
Täglich strömten bis zu 80000 Zuschauer ins Stadion, was es in der Geschichte der Paralympics noch nie gegeben hatte. Ich freute mich riesig auf meinen Kugelstoßwettkampf am 09.09. und konnte es kaum erwarten vor dieser Kulisse an den Start zu gehen. Der Wettkampf war ein extremer Kraftakt für mich. Ich fand sehr schlecht in den Wettkampf, obwohl das Einstoßen sehr gut verlief. Im vierten Durchgang konnte ich die Weltrekordweite zum ersten Mal übertreffen und schaffte im fünften Versuch nochmals eine Steigerung auf 12,58m. Diese Weite bedeutete die Bronzemedaille in dieser kombinierten Klasse. Platz eins und zwei gingen an Oberschenkelamputierte Chinesinnen, die ebenfalls Weltrekord in ihrer Startklasse stießen.
Am 17.09. gingen die Spiele mit einem großen bunten und märchenhaften Spektakel zu Ende. Peking hat gezeigt, dass die Paralympics den olympischen Spielen in nichts nachstanden, sie wurden mit demselben Aufwand durchgeführt und das Zuschauerinteresse und die Begeisterung war nicht minder.
In der Medaillenbilanz lag Deutschland mit insgesamt 59 Medaillen (14x Gold/ 25x Silber/ 20x Bronze) auf Platz 11, was einen Negativ Trend bedeutete. Um Anschluss an die Weltspitze zu erhalten und nicht noch weiter im Medaillenspiegel abzurutschen, müssen die Bedingungen für die Sportler in Deutschland professionalisiert werden, was nur durch eine gezielte Verbesserung der Förderung stattfinden kann.
Michaela Floeth
Täglich strömten bis zu 80000 Zuschauer ins Stadion, was es in der Geschichte der Paralympics noch nie gegeben hatte. Ich freute mich riesig auf meinen Kugelstoßwettkampf am 09.09. und konnte es kaum erwarten vor dieser Kulisse an den Start zu gehen. Der Wettkampf war ein extremer Kraftakt für mich. Ich fand sehr schlecht in den Wettkampf, obwohl das Einstoßen sehr gut verlief. Im vierten Durchgang konnte ich die Weltrekordweite zum ersten Mal übertreffen und schaffte im fünften Versuch nochmals eine Steigerung auf 12,58m. Diese Weite bedeutete die Bronzemedaille in dieser kombinierten Klasse. Platz eins und zwei gingen an Oberschenkelamputierte Chinesinnen, die ebenfalls Weltrekord in ihrer Startklasse stießen.Am 17.09. gingen die Spiele mit einem großen bunten und märchenhaften Spektakel zu Ende. Peking hat gezeigt, dass die Paralympics den olympischen Spielen in nichts nachstanden, sie wurden mit demselben Aufwand durchgeführt und das Zuschauerinteresse und die Begeisterung war nicht minder.
In der Medaillenbilanz lag Deutschland mit insgesamt 59 Medaillen (14x Gold/ 25x Silber/ 20x Bronze) auf Platz 11, was einen Negativ Trend bedeutete. Um Anschluss an die Weltspitze zu erhalten und nicht noch weiter im Medaillenspiegel abzurutschen, müssen die Bedingungen für die Sportler in Deutschland professionalisiert werden, was nur durch eine gezielte Verbesserung der Förderung stattfinden kann.
Michaela Floeth
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