Leichtathletik einmal anders?
01/09/2011
article thumbnail

In diesen Tagen blickt die Leichtathletik nach Daegu in Südkorea. Noch bis zum Sonntag findet hier das weltweit größte Sportereignis nach den Olympischen Sommerspielen mit fast 2.000 Ak [ ... ]


Das Buch Sportphysiotherapie
25/05/2011
article thumbnail

„Dieses Buch gibt meiner Meinung nach hervorragend wieder, wie die Sportphysiotherapie sich wissenschaftlicher und empirischer Evidenz bedient und in welche Richtung sich die Sportphysioth [ ... ]


andere Artikel
Home > Archiv > Archiv > Zusammenfassung der Vorträge

Zusammenfassung der Vorträge

Google könyvjelzőTwitterFacebookDigg
Archiv - Archiv

Abstracts_7

7. Symposium Hochleistungssport am 22. November 2010

Dr. Heinz-Jürgen Eichhorn Sportopaedicum Straubing

Thema Das bandverletzte Kniegelenk – von der Verletzung bis zur Wiedereingliederung in den Leistungssport

Knieverletzungen haben nach wie vor eine übergeordnete Bedeutung bei den Verletzungen eines Spitzensportlers, da diese nicht selten zu längeren Wettkampfpausen führen. Um die­se Wettkampfpausen zu minimieren, ist es wichtig, dass eine präzise Diagnose so früh wie möglich gestellt wird, da hierdurch das Therapieregime einer gegebenenfalls durchzufüh­renden konservativen oder operativen Behandlung festgelegt werden kann.

In dem Vortrag wird dargelegt, welche Verletzungen speziell beim Spitzensportler sinn­vollerweise einer sofortigen operativen Versorgung zugeführt werden. Durch die minimalin­vasiven Operationstechniken ist heute meist direkt postoperativ mit einer stufenorientierten Rehabilitation zu beginnen, die in der ersten Phase die Reduktion des Verletzungs-und auch Operationstraumas mit Schmerzreduktion zum Ziel hat und meist die erste bis zweite postoperative Woche umfasst. In der Phase 2, dritte bis sechste Woche, soll eine Wieder­erlangung der Kniebeweglichkeit als Hauptziel gelten. Bereits in dieser Phase werden inten­sive Übungen zur Verbesserung der neuromuskulären Kopplung durchgeführt. Ab der sechsten Woche kann meist eine dosierte medizinische Trainingstherapie zur Anwendung kommen, die auch – hier die Begleitverletzungen berücksichtigend – entsprechend gesteu­ert werden muss. Sobald die Gewebsheilphasen abgeschlossen sind, wird durch gezielte Leistungsdiagnostik kontinuierlich ein Status des verletzten Gelenkes erhoben. Hilfreich sind hierbei Sollwerte, die heute bei vielen Leistungssportlern im Rahmen der Leistungs­diagnostik schon vor der Verletzung vorliegen und man kann den sportartenspezifischen Aufbau aus der Differenz zwischen dem vor der Verletzung erhobenen Sollwert und dem momentanen Istwert feinsteuern.

Erst wenn die verletzte Extremität wieder in ihrer vollen neuromuskulären Funktion steht, kann eine sichere Wiedereingliederung in den Hochleistungssport erfolgen.


Prof. Dr. Joachim Grifka Orthopädische Klinik für die Universität Regensburg

Thema Regenerative Gelenkknorpeltherapie – Möglichkeiten des Tissue Engineering

Moderne Behandlungsmöglichkeiten erlauben den Gelenkknorpel bei partieller Zerstörung wieder aufzubauen. Vor mehr als 15 Jahren wurde die Technik der Knorpelzelltransplantati­on etabliert, mit der bei Verwendung eines Periostlappens körpereigene, extern multiplizier­te Knorpelzellen in einem Suspensat zur Regeneration der Knorpelmatrix in eine „Kammer“ instilliert wurden. Dieses Verfahren hat es über viele Jahre ermöglicht, den Gelenkknorpel so wieder herzustellen, dass die Entwicklung einer Destruktion vermieden und sogar eine volle sportliche Belastbarkeit wieder hergestellt werden konnte.

Die Weiterentwicklung der Knorpelzelltransplantation hat durch matrixgebundene Verfahren eine Vereinfachung und weitere Verbreitung gefunden. Vorteil des matrixgebundenen Ver­fahrens ist auch, dass es bei tiefer reichenden Defekten kombiniert mit Spongiosaaufbau­plastiken eingebracht werden kann. Im klinischen Verlauf zeigen sich hervorragende Resul­tate über mittlerweile mehr als fünf Jahre.

Weitere Entwicklungen richten sich auf den Grenzbereich zwischen Transplantat und origi­närem Knorpel. Hierfür sind Verfahren in ersten klinischen Tests, die eine lückenlose Inte­gration des Transplantates, beispielsweise durch lichtthermische Nachbearbeitung, erlau­ben.

Technik und Ergebnisse der Transplantationsmaßnahmen werden im Einzelnen dargestellt und insbesondere die Indikation für die Versorgung definiert.



Helmut Hoffmann EDEN Reha Donaustauf

Thema Der Übergang von der Therapie zum Wettkampf aus Sicht des Sporttherapeuten

Gliederung

  1. Sportartspezifisches Anforderungsprofil
  2. Phasenorientierte komplexe Therapiestrategien
  3. Reintegration in sportartspezifisches Training/Wettkampf

 

-Physikalische Therapie

-Physiotherapie

-Medizinisches Aufbautraining

Zusammenfassung

Mit der in den letzten Jahren deutlich gestiegenen Belastungsdichte und Belastungsintensi­tät in den meisten professionellen Spielsportarten hat sich das jeweilige sportartspezifische Anforderungsprofil für eine erfolgreiche Teilnahme an Training/Wettkampf immer mehr den Belastungstoleranzen biologischer Strukturen angenähert. Im Rahmen komplexer Therapie­strategien (wie etwa der EAP der VBG bei unfallversicherungsrelevanten Verletzungen) muss eine sachgerechte und ausreichende Rehabilitation und (Wieder-)Entwicklung der physischen Anforderungen im Rahmen des jeweiligen sportart-spezifischen Anforderungs­profils umgesetzt werden. Die intendierte Wirkung der jeweiligen Maßnahmen der Physikali­schen Therapie, der Physiotherapie sowie des Medizinischen Aufbautrainings basieren auf neurophysiologischen Grundlagen und sollen einleitend am Beispiel Fußball zusammenge­fasst werden.

Im Anschluss werden die jeweiligen therapeutischen Inhalte an der Schnittstelle von Thera­pie und Training im Verlauf der Reintegration ins sportartspezifische Trainings-und Wett­kampfgeschehen dargestellt, die geeignet sind, die jeweiligen posttraumatischen Verände­rungen/Defizite wieder zu reduzieren und die prätraumatische körperliche Leistungsfähig­keit so zeitökonomisch wie möglich wieder zu gewährleisten. Hierbei wird das Augenmerk auf die Darstellung aktueller Möglichkeiten/Techniken der Physikalischen Therapie, Physio­therapie und des Medizinischen Aufbautrainings gelegt und deren biopositiven Effekte zur Wiedergewinnung der Funktionsfähigkeit und der Leistungsfähigkeit des Bewegungsappa­rates dargestellt.



Dr. Raymond Best Teamarzt VfB Stuttgart, Sportklinik Stuttgart

Thema Return to play – der Entscheidungsprozess aus mannschaftsärztlicher Sicht

Im europäischen Raum zählt Fußball neben Handball und Basketball zu den risikoreichsten und verletzungsträchtigsten Mannschaftssportarten überhaupt. Während der größte Anteil der Verletzungen nur kürzere Ausfallzeiten von wenigen Tagen bis Wochen mit sich bringt, werden seitens behandelnder medizinischer Abteilungen im Profi-Mannschaftssport etwa 10 – 20 % als höhergradige „time loss injuries“ eingestuft, die eine Ausfallzeit von mehr als 4 Wochen nach sich ziehen.

Sowohl in der akuten Verletzungssituation als auch während der späteren genauerenDiagnostik stellt sich für behandelnde Ärzte und Physiotherapeuten neben der Wahl des op­timalen Behandlungsregimes seitens des Athleten die meist gestellte Frage des Zeitpunktes der Rückkehr in den Mannschaftssport. Häufig orientiert sich dabei die Wahl des Behand­lungsverfahrens bzw. des jeweils gewählten Behandlers nicht zwingend an evidenzbasier­ten medizinischen Kriterien als viel mehr an der versprochenen Ausfallzeit. Meinungen aus dem persönlichen Umfeld des Sportlers hierzu stellen dabei oft einen nicht unerheblichen Einfluss dar.

Die im Leistungssport bekannten, oft ungewöhnlich hohen Belastungen beinhalten jedoch auch das naturgemäße Auftreten kleinerer „Problemchen“ oder Folgeerscheinungen, die aufgrund eines eng gesteckten nationalen und internationalen Wettbewerbsalltags nicht im­mer bis zur absoluten Symptom-Freiheit ausbehandelt werden können. Eine 100%ige Ar­beits(un)fähigeit aus rein medizinischer Sicht ist also nicht immer klar abzugrenzen.

Im Verantwortungsbereich einer medizinischen Abteilung eines Amateur-oder Profivereines liegt es daher, medizinisch, ethisch und moralisch einwandfreie Entscheidungen nach bes­tem Wissen und Gewissen zu fällen, inwieweit der sportliche Einsatz eines Athleten vor dem Hintergrund der jeweiligen sportlichen Situation „vertretbar“, „sinnvoll“ oder „verantwor­tungslos“ wäre.

Das unnötige Auftreten von teilweise mehr als 50% Rezidivverletzungen an gleicher Stelle (!) aufgrund nicht ausreichende Rehabilitations-und Aufbauzeiten sollte dabei genausovermieden werden wie eine medizinische bzw. physiotherapeutische „Überversorgung“ von Athleten mit dem möglichen Verlust des Vertrauens in die eigene körperliche Leistungsfä­higkeit.



Dr. Lars Lippelt Internistischer Mannschaftsarzt der U21 Fußball-Nationalmannschaft

Thema Hochleistungssporttauglichkeit bei und nach einem Infekt

Infekte der oberen Atemwege sind eine häufige Ursache für Trainingspausen und Wett­kampfabsagen. 90% dieser Infekte werden in Deutschland durch Viren hervorgerufen. Der klinische Verlauf ist sehr variabel. Die Beschwerden können lokal begrenzt sein (Schnup­fen, Schluckbeschwerden) oder von Allgemeinsymptomen wie Fieber, Muskelschmerzen oder Abgeschlagenheit begleitet werden. Viele dieser Viren können zu einer Begleitmyokar­ditis führen, die Virusmyokarditis wird am häufigsten durch Coxsackie-B-Viren verursacht. Körperliche Belastung bei einer (Begleit-)Myokarditis kann zu lebensbedrohlichen Herz­rhythmusstörungen führen.

Die Diagnostik einer (Begleit-)Myokarditis ist schwierig, von asymptomatischen Verläufen über das typische Krankheitsbild einer Erkältung bis zu einem fulminanten Verlauf mit leta­lem Ausgang ist alles möglich. EKG-Veränderungen und Laborparameter können Hinweise geben, Veränderungen sind aber nicht obligat.

Für die Beurteilung der Belastbarkeit des an einem Infekt erkrankten Sportlers oder die Län­ge einer Sportpause sind eine ausführliche Anamnese und eine gründliche Untersuchung daher von sehr großer Bedeutung. Die Bestimmung der Entzündungsparameter (CRP, Leu­kozyten) im Blut kann hilfreich sein, leider sind diese aber häufig nicht allein richtungswei­send.

Zur Abgrenzung eines bakteriellen Infektes und zur Beurteilung der Notwendigkeit eines kausal wirksamen Antibiotikaeinsatzes kann die Bestimmung des Procalcitonins herangezo­gen werden. Eine kausale Therapie viraler Infekte existiert nicht, es gibt aber Hinweise, dass eine frühzeitige hochdosierte Zinktherapie die Krankheitsdauer verkürzen kann.


 

Prof. Dr. Ingo Froböse Leiter des Zentrums für Gesundheit und Institut für Rehabilitation, Deutsche Sporthochschule Köln

Thema Wiedereinsatzfähigkeit im Hochleistungssport – ein mehrdimensionalerProzess der sportartspezifischen Entscheidungsfindung

201 Tage betrug die durchschnittliche Spielpause der Spieler der Championsleague nach einer vorderen Kreuzbandruptur, 169 Tage nach Achillissehnenruptur und 113 Tage nach Tibiakopffraktur. Das sind enorm lange Zeiträume, in denen zahlreiche therapeutische aber auch präventive Maßnahmen hintereinander und parallel abgestimmt ablaufen müssen. Als Zielvorgabe dient ein individuelles Anforderungsprofil der jeweiligen Spielposition bzw. Sportdisziplin. Abgeglichen mit dem jeweiligen Fähigkeitsprofil des Sportlers/ der Sportlerin ergibt sich im Verlauf des Rehaprozesses eine immer engere Deckungsgleichheit beider Profile.

In Anlehnung an die Systematik der ICF ist zu Beginn die Funktionsstörung noch primär Mit­telpunkt aller Maßnahmen. Entscheidend für den eigentlichen Prozess und den Erfolg sind aber die nächsten Stufen, und zwar die Beurteilung der (sportartspezifischen/ funktionsbe­zogenen) Aktivität und noch wichtiger der Partizipation (hier: Teilhabe im Wettkampf ohne Einschränkungen). Speziell die Partizipation stellt das eigentliche Endziel aller Maßnahmen dar und kann nur von einem Team rund um den Trainer, aber auch die Verantwortlichen insgesamt beurteilt werden. Neben den strukturellen Voraussetzungen, die (nur) die Basis darstellen, ist gerade die sportspezifische Leistungsfähigkeit ein mehrdimensionaler Pro­zess, der eine viel detailliertere Analyse bedingt, als wir sie derzeit kennen. Erst wenn die­ses gelingt, kann an eine erfolgreiche Rehabilitation und Prävention im Spitzensport betrie­ben werden, die ein Anliegen aller beteiligten Akteure sein sollte.



Prof. Dr. Wilfried Alt Institut für Sport- und Bewegungswissenschaft Universität Stuttgart

Thema Verletzungsprophylaxe und Trainingswirkungsanalyse – zwei wesentliche Aspekte der optimalen Leistungssteuerung

Die hohe Leistungsdichte im Spitzensport erfordert eine optimale Belastungsgestaltung im langfristigen Trainingsprozess. Eine kontinuierliche Steigerung der Belastung muss sich da­bei an der sportartspezifischen Leistungsstruktur und der individuellen Belastbarkeit des Sportlers orientieren. Für die optimale Steuerung von Trainingsbelastungen haben sich si­mulative Trainings-Wirkungs-Modelle (TWM) als geeignete Methode erwiesen. Ein wichti­ges Ziel ist es, die multivariate Zeitreihenmodellierung mit neuen mathematischen Verfah­ren (z. B.: künstlichen neuronalen Netzen) auf die Modellierung von Trainingswirkungen an­zuwenden.

In einem ersten Ansatz wurde bei 3 Triathleten über drei Monate täglich der Trainingsinput erfasst. Zusätzlich wurde die Erholungs-Beanspruchungsbilanz der Athleten (EBF-Sport) er­fasst. Als Leistungswert wurde alle drei Tage die VO2max bestimmt. Eine sehr gute Mode­lanpassung wurde bei allen drei Athleten erzielt. Die Prognose der Leistungsfähigkeit über einen 12tägigen Zeitraum wies nur geringfügige Abweichungen auf. Die Zeitreihenmodellie­rung der dynamischen Trainings-Wirkungs-Beziehungen ist geeignet, um z. B. Leistung in­dividuell zu steigern und dabei auch Überlastungen vorzubeugen.

Verletzungen der unteren Extremität bilden u.a. einen Schwerpunkt der akuten Überlas­tungsfolgen. Besonders häufig sind Athleten betroffen in den Sportarten: Basketball, Volley­ball, Handball und Fußball.

Verletzungsprophylaxe wird dabei grundsätzlich als mehrfaktorielles Phänomen betrachtet und die Erforschung vorbeugender Maßnahmen basiert auf dem Paradigma der „aktiven und passiven Gelenkstabilisierung“. Zu den wichtigsten intrinsischen Risikofaktoren zählen Vorverletzungen der Athleten.

Zur Prävention wurden im Wesentlichen zwei Strategien entwickelt:

  • Spezielles Gelenkstabilisierungstraining „propriozeptives Training“, „Senso­motorisches Training“, „Gleichgewichtstraining“ SMT
  • Externe Stabilisierungshilfen ESH (Tape, Bandagen, Orthesen, Spezielle Schuhe).

 

Die prophylaktische Wirkung des SMT ist statistisch durch Studien mit großen Fallzahlen gut belegt. Auch für die Anwendung von Stabilisierungshilfen am Sprunggelenk finden sich zuverlässige Aussagen zur prophylaktischen Wirkung am Sprunggelenk.

Beeinflussen prophylaktische Stabilisierungshilfen die Leistungsfähigkeit?

Nein, jedenfalls nicht eindeutig durch wissenschaftliche Studien belegt! Die meisten Autoren finden keine Beeinträchtigung der sportlichen Leistung durch Sprunggelenk-Stabilisierungs­hilfen.

Beeinflussen prophylaktische Stabilisierungshilfen die Muskelaktivitäten?

Ja. Aber das Bild ist uneinheitlich, da mit sehr unterschiedlichen Methoden gearbeitet wird. Einige Autoren finden mit Stabilisierungshilfen bessere Ergebnisse bei sog. „Propriozep­tionstests“. Andere Studien finden keinen Einfluss. Es wird auch von gesteigerter Reflexak­tivität berichtet – doch sind diese Ergebnisse nicht unwidersprochen und daher noch kei­neswegs eindeutig. Andere Autoren untersuchten die Kraftfähigkeiten und finden keine Ein­schränkungen bei isokinetischen Tests.

Gibt es negative Auswirkungen bei längerer Anwendung?

Nein. Bisher gibt es keinen wissenschaftlichen Beleg für negative Anpassungsfolgen etwa im Sinne von Atrophie oder reduzierten Kraftfähigkeiten. In 2 Studien wurden Langzeiteffek­te untersucht und es konnten keine negativen Beeinflussungen gefunden werden.

Gibt es negative Auswirkungen für andere Gelenke?

Nein. Bisher gibt es keinen eindeutigen wissenschaftlichen Beleg für negative Anpassungs­folgen etwa für das Kniegelenk. In biomechanischen Studien werden z.T. widersprüchliche Ergebnisse gefunden, die bisher keine eindeutige Aussage zulassen. In einer eigenen prospektiv randomisierten Studie mit 60 Profispielern aus unterschied­lichen Spielsportarten wurde nach 6 Monaten keine Beeinflussung der Sprunggelenkmus­kulatur durch eine prophylaktische Orthese gefunden.

Vollständige Literaturliste beim Verfasser erhältlich.



Prof. Dr. Tim Meyer Ärztlicher Direktor des Instituts für Sport- und Präventivmedizin Universität des Saarlandes, Internistischer Mannschaftsarzt der Fußball-Nationalmannschaft

Thema Erholungsfördernde Maßnahmen im Hochleistungssport

Die Meinung, regenerative Maßnahmen seien für Leistungssportler von großer Bedeutung, steht in auffälligem Gegensatz zum schlechten Kenntnisstand auf diesem Gebiet. Legt man herkömmliche Maßstäbe für wissenschaftliche Evidenz an, sind kaum gesicherte Aussagen möglich. Wesentliche Ursachen für diese Situation liegen einerseits in fehlenden objektiven Kriterien für „Erholtheit“ und „Belastbarkeit“, andererseits in der geringen Bereitschaft von Leistungssportlern und ihren Trainern, an entsprechenden Studien teilzunehmen. Dennoch lassen sich aus Erfahrungen und subjektiven Einschätzungen von Athleten sowie theoretischen Überlegungen einige Regenerationsmethoden ableiten, die Erfolg versprechen. Zu diesen gehören Ernährungsmaßnahmen, verschiedene Trainingsformen („Cool Down“), Stretching/Dehnen, Massagen, Wasser-und Kälteanwendungen, Kompressionskleidung und die Elektromyostimulation. Medikamentöse Anwendungen sind entweder ineffektiv oder unterliegen dem Verbot der Dopingliste. Im Rahmen dieses Beitrages wird der Versuch einer vorläufigen Bewertung des aktuellen Wissens zu erholungsfördernden Maßnahmen im Hochleistungssport unternommen. Diese Analyse mündet in einen auf seriösen Erwägungen basierenden „best practice“-Vorschlag.




 
 
Banner
German Dutch English French Italian Norwegian Spanish
Veranstaltungen
previous month Mai 2012 next month
So Mo Di Mi Do Fr Sa
week 18 1 2 3 4 5
week 19 6 7 8 9 10 11 12
week 20 13 14 15 16 17 18 19
week 21 20 21 22 23 24 25 26
week 22 27 28 29 30 31
Banner
Wer ist online
Wir haben 19 Gäste online
Benutzer : 31
Beiträge : 145
Weblinks : 13
Seitenaufrufe : 242183
Umfragen
Wer ist der größte Olympionike aller Zeiten?
 
Sport-News

News von:
ZDF

Top 10:
Germany flag 51%Germany (13350)
Russian Federation flag 5%Russian Federation (1354)
France flag 4%France (1062)
Seychelles flag 3%Seychelles (669)
Austria flag 2%Austria (558)
Ukraine flag 2%Ukraine (542)
Netherlands flag 2%Netherlands (504)
Switzerland flag 1%Switzerland (391)
Italy flag 1%Italy (175)
United Kingdom flag 1%United Kingdom (135)
26378 Besucher von 104 Ländern