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Qigong gegen den Black-Out

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Die Theorie der Traditionellen chinesischen Medizin bildet einen Schwerpunkt.
Qigong hilft das Gleichgewicht im Körper zu erhalten.

Qigong

Teilnehmer des Kontaktstudiums Qigong üben unter der Leitung von Professor Tu Renshun

„Der Kranich streckt seine Flügel“ aus der Qigong-Methode „Das Spiel der Fünf Tiere“.

 

 

OLDENBURG - 24 Teilnehmer des Kontaktstudiums Qigong stehen in dem lichtdurchfluteten
Übungsraum und „verbinden Himmel und Erde".
Bei dieser Übung stehen die Beine etwa schulterbreit, die Arme hängen herunter, die Hände sind mit nach oben
zeigenden Handflächen vor dem Unterleib leicht verschränkt.
Die Hände heben sich und die Zehen bewegen sich Richtung Boden, zur Erde.
Vor der Brust drehen sich die Hände, so dass die Handflächen beim nach oben Strecken auch nach oben, zum
Himmel, zeigen. Dort lösen sich die Hände von einander und beschreiben einen großen Kreis nach unten, wobei
die Handkanten nach außen zeigen.
Mit dieser Übung beginnt Dr. Johann Bölts, Leiter des PTCH Projekt Traditionelle chinesische Heilmethoden
und Heilkonzepte an der Universität Oldenburg des Öfteren Qigong-Übungseinheiten.
„Diese Übung zeigt vielen, dass sie dazu neigen, Aktionen mit einem höheren Kraftaufwand
auszuführen, als eigentlich nötig wäre", erläutert Bölts.
Sie würden zum Beispiel die Gesäß- oder Partien der Rückenmuskulatur anspannen, die gar nicht benötigt werden.
Kein Krafttraining
„Beim Qigong geht es nicht um Kraft oder Muskelaufbau, sondern darum, die Leitbahnen
für das Qi im Körper durchgängig zu halten", so Bölts weiter. Würden diese Bahnen blockiert, komme es
zu einem Ungleichgewicht im Körper, dass zu Unwohlsein und schließlich zu Krankheiten führe. „Besonders deutlich
wird dies oft bei Prüfungen: Treten Blockaden im Hals- und Schulterbereich auf, sammelt sich sehr viel
Energie im Kopf, dieser wird heiß, die Füße dagegen sind kalt und wir können nicht auf unser Wissen zugreifen",
beschreibt Bölts den Prüfungs- Black-Out aus Sicht der Traditionellen chinesischen Medizin.
Da die Diagnostik in der chinesischen Medizin eine andere ist als in der europäischen
Schulmedizin, sei sie gut geeignet, um Krankheiten vorzubeugen, sagt Bölts. „Bei uns muss ein Arzt Symptome
messen können, um diese zu behandeln. Wenn jemand kommt und sagt ,ich fühle mich nicht wohl', kann er
kaum etwas machen. Bei chinesischen Ärzten ist das anders: Diese fühlen unter anderem
den Puls, achten auf den Klang der Stimme des Patienten und untersuchen seine Zunge. Sie fragen auch nach,
wann etwa ein Schwindelgefühl auftritt und können so ermitteln, welches Organsystem in seiner Leistung vermindert
ist", führt Bölts aus. „Die Bewegungsübungen des Qigong, als Teil der Traditionellen chinesischen
Medizin, sind eine Möglichkeit das Gleichgewicht im Körper wieder herzustellen und damit Gesundheit zu erhalten."
Auf Praxis vorbereitet
Die Übungen des Qigong aber vor allem die Theorie bilden den Inhalt des Kontaktstudiums Qigong, das als universitäre
Ausbildung bundesweit nur vom Center für Lebenslanges Lernen (C3L) der Universität Oldenburg angeboten
wird. „Mit dieser Betonung bedienen wir natürlich das Vorurteil, dass Universitäten zu theorielastig ausbilden,"
stellt Bölts fest. „Ich bin jedoch der Ansicht, dass man in der Arbeit eher Fehler macht, wenn man sich in der
Theorie nicht auskennt. Hat man die Theorie durchdrungen, kann man sie in der Praxis den Anforderungen anpassen."
BERUFSBEGLEITENDES STUDIUM
Das Kontaktstudium Qigong richtet sich an Menschen, die in gesundheitsbezogenen,
pädagogischen und musisch-künstlerischen Berufen tätig sind.
Wobei es sich auch um eine nebenberufliche oder ehrenamtliche Arbeit, etwa in einer Selbsthilfegruppe, handeln kann.
Die Weiterbildung ist für Ärzte und Psychologen von den Kammern anerkannt.
Das gleiche gilt für Krankenkassen.
Bewerbungen für den 20. Jahrgang des Qigong-Studiums sind noch bis Mitte April möglich.
@  www.ptch.uni-oldenburg.de

Tags: Qigong





 

Aktualisiert (Freitag, den 18. Juni 2010 um 09:50 Uhr)

 
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