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Stärkung des Sports für Kinder und Jugendliche mit Behinderung
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KMK und DOSB beschließen gemeinsame Handlungsempfehlungen
(DOSB PRESSE) Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und die Kultusministerkonferenz (KMK)
haben gemeinsam erarbeitete Handlungsempfehlungen zum Sport für Kinder und Jugendliche mit Behinderung
beschlossen. Die Handlungsempfehlungen beziehen sich einerseits auf die speziellen Erfordernisse
an Förderschulen, andererseits auf Schülerinnen und Schüler mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen
in Regelschulen. Damit sollen sie - ergänzend zu den bereits im Jahr 2007 vorgestellten "Handlungsempfehlungen
zur Weiterentwicklung des Schulsport" - zur Integration und Gleichstellung von Kindern
und Jugendlichen mit Behinderung beitragen. In Ablösung früherer Vereinbarungen berücksichtigt die Empfehlung
den in den letzten Jahren vollzogenen Paradigmenwechsel im Miteinander von Behinderten und
Nichtbehinderten. Sie flankiert das begonnene Pilotprojekt "Jugend trainiert für Paralympics" und die Erprobungsphase
"Bundesjugendspiele für Schülerinnen und Schüler mit Behinderung".
haben gemeinsam erarbeitete Handlungsempfehlungen zum Sport für Kinder und Jugendliche mit Behinderung
beschlossen. Die Handlungsempfehlungen beziehen sich einerseits auf die speziellen Erfordernisse
an Förderschulen, andererseits auf Schülerinnen und Schüler mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen
in Regelschulen. Damit sollen sie - ergänzend zu den bereits im Jahr 2007 vorgestellten "Handlungsempfehlungen
zur Weiterentwicklung des Schulsport" - zur Integration und Gleichstellung von Kindern
und Jugendlichen mit Behinderung beitragen. In Ablösung früherer Vereinbarungen berücksichtigt die Empfehlung
den in den letzten Jahren vollzogenen Paradigmenwechsel im Miteinander von Behinderten und
Nichtbehinderten. Sie flankiert das begonnene Pilotprojekt "Jugend trainiert für Paralympics" und die Erprobungsphase
"Bundesjugendspiele für Schülerinnen und Schüler mit Behinderung".
Der Deutsche Olympische Sportbund und die Kultusministerkonferenz haben unter Beteiligung der Deutschen
Sportjugend (dsj) und des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS) die an verschiedene Zielgruppen
gerichteten Handlungsempfehlungen zu folgenden vier Themenbereichen erarbeitet:
1. Schule als Bewegungs-, Spiel- und Sportwelt für Kinder und Jugendliche mit Behinderung
Die Erziehung von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung durch Bewegung, Spiel und Sport soll auf der
Grundlage zeitgemäßer Bewegungs- und sportpädagogischer Erkenntnisse in der täglichen Schulpraxis an
Schulen umgesetzt werden. Dabei sollen die behinderungsbedingt unterschiedlichen Voraussetzungen der
Schülerinnen und Schüler im Sinne einer individuellen und gemeinschaftlichen Förderung Berücksichtigung
finden.
An die Schulträger richtet sich die Forderung nach behindertengerechten Sportstätten und entsprechender
Ausstattung mit Sportgeräten. Den Eltern soll aufgezeigt werden, wie sie die Entwicklung ihrer Kinder
fördern können. Sie sollen dafür sensibilisiert werden, welche Bedeutung Bewegung, Spiel und Sport für die
Persönlichkeitsentwicklung ihrer Kinder haben.
2. Sportunterricht und außerunterrichtlicher Schulsport für Kinder und Jugendliche mit Behinderung
Bereits in den im Jahr 2007 beschlossenen Handlungsempfehlungen steht die Forderung, im Sportunterricht
einen besonderer Fokus auf die Förderung von Schülerinnen und Schülern mit einer Behinderung zu richten.
Nun wird diese Forderung dahingehend präzisiert, dass die Schülerinnen und Schüler mit Behinderung,
die eine allgemeine oder berufsbildende Schule besuchen, auch am regulären Sportunterricht sowie an
schulsportlichen Wettkämpfen, Spiel- und Sportfesten im schulischen und außerschulischen Bereich (z.B.
Bundesjugendspiele, Jugend trainiert für Paralympics, Spielfeste, etc.) teilnehmen sollen. Die hierzu erforderliche
Bereitschaft aller Verantwortlichen, für die Integration von Menschen mit Behinderung entsprechende
Bedingungen zu schaffen, wird angemahnt.
3. Sportangebote für Kinder und Jugendliche mit Behinderung im außerschulischen BereichSportangebote
für Kinder und Jugendliche mit sonderpädagogischem Förderbedarf im außerschulischen Bereich
sind noch weiter auszubauen. Dabei sind die Voraussetzungen zu schaffen, die es den Schülerinnen
und Schülern mit einer Behinderung ermöglichen, sich im Wettkampf zu messen und eine Talentförderung
zu erfahren. Zur wohnortnahen Versorgung mit außerschulischen Sportangeboten für Schülerinnen und
Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf sollten daher die Möglichkeiten der allgemeinen Sportvereine
genutzt werden. Die Sportorganisationen werden aufgefordert, gemeinsam mit Schulen Veranstaltungen
durchzuführen, bei denen Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung miteinander Sport
treiben.
4. Qualifizierung von Lehrkräften und weiteren im Schulsport eingesetzten Personen
Vor dem Hintergrund, dass der Bedarf an sportpädagogisch und sonderpädagogisch in gleicher Weise qualifizierten
Lehrkräften in absehbarer Zeit noch nicht gedeckt werden kann, ist die Lehreraus-, fort und weiterbildung
für diesen Bereich weiter zu entwickeln. Hochschulen und Lehrerfortbildungsinstitute sollen sich verstärkt
mit pädagogischen und didaktischen Aspekten des Behinderten und Integrationssports auseinandersetzen
und entsprechende Aus- und Fortbildungsmaßnahmen anbieten.
Ebenso ist die diesbezügliche Qualifizierung von Übungsleiterinnen und Übungsleitern sowie weiterer Personen,
die sich für den Sport für Menschen mit Behinderung etwa im Ganztagsbereich (Erzieherinnen und
Erzieher, Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen sowie Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter) engagieren
wollen, weiterzuentwickeln.
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