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Nur ein Viertelstündchen
Na, heute schon Sport getrieben?
Ein gute Frage. Zählen die 800 Meter des morgendlichen Fußweges von der Straßenbahn zum Schreibtisch schon dazu? Viel mehr schafft der moderne Mensch nicht mehr an einem Tag. Die Zeiten, da wir allein der Nahrungssuche wegen täglich Kilometer über Kilometer erwanderten, sind seit längerem vorbei. Aber Ausreden gelten längst nicht mehr.

Tag für Tag werden uns Statistiken über unsere eigene Bequemlichkeit einerseits und die Vorzüge sportlichen Lebens andererseits vorgehalten, die alle eines belegen: Wenn uns unsere Gesundheit lieb ist, sollten wir tunlichst etwas tun. Das ist ein alter Hut. „Die sinnvoll vergrößerte körperliche Aktivität ist die einzig wissenschaftlich belegte Art, sich jünger zu erhalten." Diesen Satz beispielsweise predigt der 85 Jahre alte Wissenschaftler Wildor Hollmann schon seit Jahrzehnten. Mittlerweile gibt es Sport sogar schon auf Rezept. Doch um die eigene Bewegungkommt halt auch damit niemand herum.
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Es fällt uns schwer. Gerade erst wieder müssen wir uns mit repräsentativen Studien vorhaltenlassen, dass wir den Sport zwar in überwältigender Mehrheit mögen – aber dabei am liebstenzuschauen. Fast die Hälfte aller Befragten einer Umfrage haben jetzt erklärt, dass sie nie oderfast nie sportlich aktiv sind. Wobei immerhin 21 Prozent angaben, sich mehrmals pro Wocheaufzuraffen. |
Programme, die Trägheit zu überwinden, gibt es viele. Der Landessportbund Nordrhein-Westfalen beispielsweise hat sogar ein Maskottchen der Bewegungsfaulen entworfen, den „Inneren Schweinehund", der zwar niedlich wirkt in seinem Phlegma, aber doch konsequent dazu aufruft, ihn zu überwinden.Und eigentlich ist es doch gar nicht so schwer. Auch dafür gibt es neue Zahlen, die zwar inTaiwan ermittelt wurden, aber auch uns Mut machen sollten, die wir mit allerhand Ausreden den Sport aus dem Alltag verbannen. Nur ein Viertelstündchen muss es also laut Wissenschaft sein. Schon 15 Minuten täglichen Sports reichen demnach aus, die Gesundheit zu erhalten und die Lebensdauer um immerhin drei Jahre zu verlängern. Wenn das keine gute Nachricht ist. Wem das noch nicht reicht als Anreiz, dem sei noch gesagt: Sport macht außerdem Spaß, ammeisten sogar in der Gruppe oder im Verein. Auch das wissen wir längst. Aber man kann es garnicht oft genug wiederholen.Jörg StratmannQuelle: Deutscher Olympischer SportBund  |
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