Für einen besseren Sport
Das Sportjahr 2010 hat schon Fahrt aufgenommen. Das erste wichtige Etappenziel ist in
Sichtweite: die 21. Olympischen Winterspiele in Vancouver. Auch danach geht es wieder Schlag
auf Schlag. Es folgen zahlreiche Welttitelkämpfe und Europameisterschaften in den
verschiedenen Sportarten, von denen die Fußball-Weltmeisterschaft der Männer in Südafrika
einen, wenn nicht den Höhepunkt darstellt, zumindest was die weltweite mediale Aufmerksamkeit
anbelangt. Doch dieser große globale Sport ist nur die eine Seite der Medaille.

Auf der anderen Seite finden sich all jene Menschen wieder, die alle möglichen Varianten aus
der unerschöpflichen Vielfalt des Sports selbst aktiv betreiben. Sie haben das regelmäßige
Sporttreiben in ihren Lebensalltag integriert. Sport ist für sie ein Stück Lebensqualität. Zu den
Aufgaben der Sportorganisationen gehört auch, die Voraussetzungen zu schaffen und die
Rahmenbedingungen sicherzustellen und fortwährend zu verbessern, damit all diejenigen, die
Sport - ganz gleich auf welchem Niveau - betreiben wollen, dafür gedeihliche Möglichkeiten
finden.
der unerschöpflichen Vielfalt des Sports selbst aktiv betreiben. Sie haben das regelmäßige
Sporttreiben in ihren Lebensalltag integriert. Sport ist für sie ein Stück Lebensqualität. Zu den
Aufgaben der Sportorganisationen gehört auch, die Voraussetzungen zu schaffen und die
Rahmenbedingungen sicherzustellen und fortwährend zu verbessern, damit all diejenigen, die
Sport - ganz gleich auf welchem Niveau - betreiben wollen, dafür gedeihliche Möglichkeiten
finden.
In unserem Land hat sich als lokale Basis das dichte Netz der Sportvereine etabliert, das nach
Hochrechnungen sogar engmaschiger sein soll als das der Apotheken und Pfarrämter. Im Verein
ist Sport am schönsten, so lautete denn auch einst ein Slogan des Deutschen Sportbundes, mit
dem zum Vereinsbeitritt geworben wurde. Taugt dieser Superlativ auch im jetzt begonnenen
Sportjahr 2010 noch als ein gültiger Güteausweis?

Was immer uns auch im Sportjahr 2010 erwartet, sollten wir uns immerzu daran erinnern, dass
es zum Sport als ein bedeutsames gesellschaftliches Phänomen unserer Zeit an sich keine
Alternative gibt: Wenn es den Sport nicht gäbe, müsste er erfunden werden. Deshalb sollten wir
uns vergewissern, dass jeder Sport auch anders sein kann, dass wir selbst aber
Gestaltungsspielräume dafür unentwegt nutzen können. Diese „müssen sich an einem besseren
Sport orientieren", so hat es einmal Prof. Dr. Ommo Grupe, der Nestor der Sportwissenschaft in
Deutschland und langjährige Vizepräsident des vormaligen DSB (auf-)fordernd formuliert.
Und so erinnern wir vorsichtshalber wieder einmal daran: Was für die einen Leistung und
Wettbewerb im Sport ist, kann für die anderen Gesundheit und Wohlbefinden durch Sport
bedeuten. Alle sollen ihren Weg zum Sport finden können. Alle können so oder so daran
mitwirken - für einen „besseren Sport" im Jahr 2010.
Prof. Dr. Detlef Kuhlmann
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