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Vom Trimm-Trab zum Run-up
Am 28. März gibt der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) an seinem Sitz in Darmstadt den Startschuss in die Laufsaison 2009. Bereits zum fünften Mal und damit schon fast traditionsgemäß findet diese zentrale Veranstaltung für Läuferinnen und Läufer und für Walkerinnen und Walker aus der Region auf einem Rundkurs im abendlich beleuchteten Herrngarten-Park statt. Das Ende der Winterzeit markiert den „Run-up“ in die frühlingshafte Freiluftsaison, die für den DLV auch deswegen in diesem Jahr eine ganz besondere ist, weil er Gastgeber für Aktive und Fans aus aller Welt ist bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften im August drinnen im Berliner Olympiastadion und draußen in der City der Hauptstadt, wo erstmalig die Geher- und Marathon Wettbewerbe der Frauen und Männer stattfinden - mehr noch: Die örtlichen Veranstalter dort laden sogar alle Läuferinnen und Läufer (die ohne WM-Qualifikation!) zum „10 km Champions Run“ als Sightseeing-Lauf auf der Original-WM-Marathon-Strecke rund um das Regierungsviertel ein: „Have a good time!“ lautet das Berliner WM-Motto.
Der Laufsport hierzulande ist längst ein selbstverständliches Alltagsphänomen geworden. Laufen kann man überall und zu jeder Zeit. Die Laufsaison hat so gesehen durchgehend geöffnet und ist ein Ganzjahresevent, bei dem sich mehr oder weniger regelmäßig und mit je individuellen Zeitfenstern und mit je eigenen Zielsetzungen allein in Deutschland angeblich rund 20 Millionen Menschen beteiligen, je nachdem, welche Statistik man (ohne Gewähr) dafür bemüht. Die moderne Laufbranche ist seit ihren Anfängen eine fortlaufende Wachstumsbranche. Wie war das noch damals? Der Deutsche Sportbund (DSB) als eine der beiden Vorgängerorganisationen des heutigen Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) hatte im März 1970 in Berlin „Trimm Dich durch Sport“ als neue Dachmarke eines „Sport für alle“ kreiert und diesen Slogan dann immer mal wieder in den Jahren danach laufspezifisch verfeinert: „Lauf mal wieder“ und „Komm mit uns auf Trab“ lauteten wechselweise die Einladungen, denn „Ein Schlauer trimmt die Ausdauer“ beim „Trimming 130“. Diese Formel prägte „Das neue Laufen, ohne zu schnaufen“. Mit dem „Trimm-Trab ins Grüne“ fing alles an.Die traute Trimm-Trab-Terminologie ist über die Jahre vom Trend zur Tradition transferiert. Das Laufen an sich ist geblieben und die Idee, die dahinter steht, auch: Wir versprechen uns vom Laufen positive Wirkungen auf Gesundheit und Wohlbefinden. Die einen favorisieren den Lauf zusammen mit Gleichgesinnten in einer Gruppe, die anderen setzen mehr auf die Umgebung in schöner Natur oder die persönliche Herausforderung im Wettkampf. Wie dem auch sei - wie wäre es mal wieder mit einem „Trimm-Trab“- pardon: mit einem „Run-up“?
Dr. Detlef Kuhlmann
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